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Sonntag, 22. Februar 2009

"Ob der im Dunkeln immer so ungeschickt ist?"

Was für ein wochenende. Über fünfzehn Stunden im Zug. Wenig Schlaf. Anspannung vor der Theater-Aufführung, Unsicherheiten während des Stücks. Zweifel, ob sich der Aufwand lohnt. Langanhaltender Applaus. Gestern haben wir "Blindfische und Sehfische" in Leipheim / Bayern gespielt. Ich könnte jetzt über den unbekannten Raum, seine acht Holzsäulen, die schallschluckende Akustik, den mit 120 Zuschauern mehr als ausverkauften Zehnstadel schreiben. Oder über die Nervosität im Team. Oder über den tollen, offenen Umgang zwischen blinden Laien und sehenden Profi-Schauspielern. Das tue ich aber nicht, sondern verlinke lieber auf die Kritik in der Augsburger Allgemeinen.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Politisches Theater

Mal wieder war ich im Theater: "Marat, was ist aus unserer Revolution geworden?" Das fragt Volker Lösch in seinem gleichnamigen Stück am Hamburger Schauspielhaus. Und es fragen sich 24 Arbeitslosengeld-II-Empfänger, die in seinem Stück sich selbst spielen und unerbittlich diese Frage allen Versprechungen und Ablenkungen entgegen schreien. Und anscheinend fragen sich das viele Menschen in Zeiten der Finanzkrise. Obwohl die Kritik überwiegend verhalten ausfiel ist das Stück ein Publikumsrenner. Ein Großteil der Zuschauer spendet Kapitalismus-Kritik, manchmal sehr plumper, großen Applaus.

Das Stück ist energiegeladen, voller interessanter und notwendiger Fragen. Es legt die Finger in die Wunde einer scheinbar wohlhabenden Gesellschaft, aus der man aber zunehmend leicht herausfällt. Und Lösch zeigt, dass es möglich ist, zeitgenössisches politisches Theater zu machen, das einerseits verwirrt und andererseits ermutigt. Denn nur solang die sozialen Fragen zum Beispiel im Theater gestellt werden, können Antworten gefunden werden, die Sie lösen.

Das Stück wird am 21. Januar um 20.00 Uhr erneut gegeben.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Bürgerliche Pflichten und bürgerliches Scheitern

Inspiriert durch die eigene Bühnenerfahrung und durch die zauberhafte Anna mache ich gerade Theater-Wochen. Am vergangenen Mittwoch sahen wir die Buddenbrooks im Thalia-Theater. Die Wieder-Aufführung der John-von-Düffel-Adaption des Thomas-Mann-Klassikers war witzig, schlicht und gelungen. Auf zwei Buddenbrooks-Generationen musste von düffel verzichten. Er konzentrierte sich auf die ökonomischen Zwänge, denen das bürgerliche Leben unterworfen ist. Das war in sich stimmig und klug gelöst, wenngleich die Vielschichtigkeit und breite Anlage des Romans sich nicht auf der bühne fand. Die Schauspieler waren mit enormem Spielwitz dabei und brachten dynamische, kurzweilige, humorvolle und nicht zu nachdenkliche zweieinhalb Stunden Theater auf die Bühne. Sie werden das am 8. Dezember wieder tun

Bedrückender als die Buddenbrooks kam am Samstag Michael Kramer im Ernst-Deutsch-Theater daher. Aber auch bei Gerhart Hauptmann stehen bürgerliche Werte im Zentrum: Pflichterfüllung und Disziplin. Diese fordert der Kunstprofessor Kramer von seinem Sohn Arnold, der sich sein Leben lang dagegen auflehnt und dabei seine Talente verschenkt. Das Scheitern des Sohnes kulminiert in einer unglücklichen Liebe, dem Spott der Gesellschaft und schließlich im Selbstmord des Sohnes. Erst dieser Selbstmord führt zur Reflektion durch den Vater. Uwe Friedrichsen spielt diese viel zu späte Reflektion erschütternd und bewegend. "Michael Kramer" ist kein schönes, aber ein gutes Stück, das Stoff zum Nachdenken an einem Herbstabend liefert. Vorstellungen finden noch bis zum 15. November statt.

Sonntag, 5. Oktober 2008

Das war's dann wohl

Das war's dann wohl. Gestern war die Dernière von "Blindfische und Sehfische". Sie war chaotisch, innovativ, angespannt und fröhlich. Sie brachte den größten Applaus. Gut, der Herr Stromberg-Autor und sein funkiger Bruder im Geiste sind in der Pause gegangen: "Wir sind entsetzt darüber, wofür Du Dich hergibst!" Aber sonst war das Publikum gekommen, um sich zu amüsieren. Es lachte und beklatschte beinah jede Szene - ein schönes Gefühl. Danach feierten Schauspieler und Crew bei Pizza und Bier. Bei einigen Teilnehmern flossen Tränen. Andere planten bereits eine Blindfische-Tournee. Schauen wir mal, was die Zukunft in Sachen Theater so bringt. Ich bin jedenfalls froh über die Erfahrung der letzten Monate und über die Menschen, die ich kennenlernen durfte.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

Heut mal die Publikumsperspektive

Das Stehen auf der Bühne macht Lust auf Theater. So besuchten die zauberhafte Schauspiel-Kollegin und ich gestern das Altonaer Theater. Dort wird zurzeit "Herr Lehmann" gespielt, auf der Grundlage des Bestsellers von Element-of-Crime-Sänger Sven Regener. Dabei ist man eng an der Vorlage geblieben. Die Zentralen Szenen kommen im Original-Wortlaut vor. Bei der wortwitzig-trockenen Vorlage ist das eine kluge Entscheidung, mit der man nichts falsch machen kann. Die Musik aus den Lautsprechern (Element of Crime, Rio Reiser) ist geschmackvoll und sehr passend. Das Bühnenbild sollte ein Zuschauer mit Augenlicht beurteilen. Die schauspielerische Leistung ist solide bis sehr gut. Nur Katrin, die schöne Köchin, bleibt blass - und so recht will man nicht verstehen, warum sich der sympathische Herr Lehmann ausgerechnet in sie verliebt. Das Stück wird noch bis zum 17. Oktober gegeben. Ich empfehle einen Besuch.

Dienstag, 30. September 2008

Wohlfühlintegration

Familie Trevor nennt unser Theater-Stück "Wohlfühlintegration". Die Beiden kritisieren, dass beim Zuschauer hängen bleibe, dass blinde und sehende Menschen in einer Beziehung nicht glücklich sein könnten. Wir vermitteln ihrer Meinung nach, dass es ein Miteinander nur auf der Arbeits- oder Leistungsebene geben könne. Sprich: blinde und sehende Menschen können zusammen ein Theaterstück spielen, sie können aber keine glückliche Liebe leben. Ich selbst habe einmal den Film "Erbsen auf halb 6" wegen dieser Botschaft kritisiert. Insofern gibt es mir schon zu denken, dass ich jetzt in einem Stück mitspiele, dessen Tenor angeblich sein soll: "Blinde, bleibt unter Euch". Daher sollte man sich einmal näher mit "Blindfische und Sehfische" befassen. In der Tat gibt es eine knbisternde Liebesgeschichte zwischen dem sehenden Schauspieler Oliver und der blinden Dunkelbar-Kellnerin Franziska. Und in der Tat scheitert diese Beziehung, aber nicht an der Behinderung Franziskas, sondern an der Untreue Olivers. Und schließlich bändelt Franziska vorsichtig mit dem anständigeren sehenden Andreas an. Die Liebe zwischen Blind und Sehend wird nicht negiert. Hätten wir die Irrungen und Wirrungen von Liebe und Leidenschaft nicht thematisieren dürfen, nur weil blinde Menschen auf der Bühne stehen? Hätten wir lieber eine kitschige Happy-End-Story auf die Bühne bringen sollen, damit man uns endlich glaubt, dass behinderte und nichtbehinderte Menschen eine glückliche Beziehung führen können? Und was ist fatal an der Botschaft, dass blinde und sehende Schauspieler mit fleißigen Proben und Engagement erfolgreich sein können? In einer Gesellschaft, in der sich viele nicht einmal vorstellen können, dass blinde Menschen in einer eigenen Wohnung leben, sich selbst etwas kochen und zur Arbeit gehen können, da ist das eine tolle Aussage. "Ihr Blinden und Sehenden seid richtig zusammengewachsen", sagte eine Besucherin nach der Aufführung vom vergangenen Freitag. Wenn diese Botschaft ankommt, ist vielleicht mehr gewonnen als mit so manch einer pädagogisch-verkopften Debatte. Was beim Zuschauer ankommt, kann ich aber letztlich nicht beurteilen. Ich bin zu sehr in den Proben und im Stück verhaftet, mir fällt es schwer von außen darauf zu blicken. Tun Sie das doch einfach selbst bei unserer Dernière am Samstag, 4. Oktober, 20.00 Uhr in der Kulturbühne Bugenhagen.

Freitag, 19. September 2008

Ein Sommernachtstraum

Die Premiere ist geschafft! Und sie war großartig! Die Kulturbühne Bugenhagen war ausverkauft. Das dichte Stimmengewirr drang vor der Aufführung an unsere Ohren. Da sind ja wirklich Menschen, dachte ich. Die Anspannung wuchs. Mit dem ersten Auftritt legte sich ein Schalter um: Ich war einfach in der szene, spielte den blinden Theater-Regisseur René und hatte Spaß dabei. Und das Schöne war, dass auch das Publikum Spaß hatte. Die Pointen kamen an. Es wurde gelacht. Es gab Szenen-Applaus. Wir hatten etwas Gutes erschaffen. Die Erleichterung war in der Pause mit Händen zu greifen. "Jetzt nur nicht die Spannung für die zweite Hälfte verlieren." Alle Auf- und Abgänge klappten. Es gab keine größeren Pannen. Das Stück hatte einen roten Faden, einen Spannungsbogen. Szenen, deren Funktion uns bei den Proben unklar waren, kamen besonders gut an. Jörn Waßmund hatte seinen Regie-Job gut gemacht. Und nach dem Stück jubelten die Zuschauer minutenlang. Der Stress der letzten Wochen hatte sich mehr als gelohnt. Ein Glück hatte ich meine zweite Chance bekommen. Die Premierenfeier war rauschend und lang. Unser Cellist spielte uns in der Cafeteria ein kleines Zusatz-Konzert. Blinde und sehende Schauspieler saßen durcheinander, tanzten Bollywood und lachten herzhaft und gelöst. Das waren wunderschöne Augenblicke. Und es fällt mir wahrlich schwer, hierüber nicht kitschig zu schreiben. Sehr unterschiedlichen, sehr eigenwilligen Persönlichkeiten ist mit "Blindfische und Sehfische" etwas gemeinsames gelungen, das dafür steht, dass es sich lohnt, Vorurteile und Berührungsängste zu überwinden. Durch dieses Projekt habe ich die anregendsten Gespräche der letzten Jahre geführt und unbeschreiblich ungewöhnliche und sinnliche Momente erlebt und erschaffen. Das frei nach Shakespeare gestaltete Stück ist auch mein ganz persönlicher Sommernachtstraum.

Weitere Aufführungen gibt es am 19.09., 26.09., 27.09. und 04.10. in der Kulturbühne Bugenhagen, Biedermannplatz 19, Karten-Reservierungen: 040 - 639 470 41

Freitag, 12. September 2008

Ein erfolgreiches Projekt

Jetzt ist es bald so weit: Am Donnerstag hat unser Stück Premiere. Die Crew wird angespannter, manche Kleinigkeit schlägt unnötig hohe Wellen, meine Nervosität steigt. Doch ganz gleich, ob am 18. alles klappt, ob die Presse positiv oder negativ schreibt, ob das Publikum in euphorischen Scharen strömt oder nicht, das Projekt ist jetzt schon erfolgreich. Nämlich immer dann, wenn die blinde Physioterapeutin die verspannte Choreografin massiert, immer dann, wenn wir Laien uns über eine gelungene Szene freuen, immer dann, wenn eine blinde Schauspielerin einem Sehenden Gesangstipps gibt, immer dann, wenn der sehende Regisseur bemerkt, dass man jede Geste in Worte fassen kann, immer dann, wenn alle in einem Lachen vergessen, wer behindert ist und wer nicht. Und wenn das schon geklappt hat, dann wird der Rest ja wohl ein Kinderspiel.

Freitag, 29. August 2008

Eine zweite Chance

Viel zu selten erhalten wir eine zweite Chance im Leben. Sowas gibt es nur im Theater. "Wir brauchen Dich", sagte Jörn mir am Telefon. Ein blinder Laien-Schauspieler war aus dem Projekt ausgestiegen. Seine Rolle war plötzlich unbesetzt. Und jetzt bin ich doch noch dabei und spiele den Leiter einer blinden Schauspieltruppe. Text hab ich nicht so viel. Das Komplizierteste scheinen mir die Auf- und Abgänge zu sein. Das bedarf klarer Ansagen und kluger Koordination. Schließlich müssen sieben blinde und hochgradig sehbehinderte Schauspieler ihre Einsätze und Wege finden. Da geht viel nach Geräusch - von wo kommt die Musik, die Stimmen der anderen Protagonisten - und Gefühl - wo steht in welcher Szene der Hocker, welcher Teil der Bühne wird wann bespielt? Aber bis zur Premiere am 18. September werden die Wege sitzen.

Mittwoch, 6. August 2008

Blind auf der Bühne

Meine Theater-Pläne musste ich - trotz der großen Freude an den ersten Proben - aufgeben. Das fiel mir wahrlich nicht leicht, versprach das Projekt doch etwas ganz besonderes zu werden. Der zusätzliche Zeitaufwand war aber einfach nicht drin. Um so gespannter bin ich auf das Ergebnis. Die Kulturbühne Bugenhagen teilte jetzt in einer Pressemitteilung mit:

Zusehen oder Nichts zu sehen

Sehen oder nicht sehen, das ist nicht die Frage, wenn sich am 18.9. der Vorhang öffnet für die Premiere eines außergewöhnlichen Theaterprojektes an der Kultur Bühne Bugenhagen in Barmbek-Süd. Seit Mai proben dort sieben blinde oder sehbehinderte Laiendarsteller und fünf sehende ausgebildete Schauspieler an einem selbstentwickelten Theaterstück. Im spannenden Probenprozess erlebten die Zwölf Darsteller in verschiedenen Schritten Theater und auch die Frage nach der Bedeutung der Sinne durch theaterpädagogisches Training, eine Schreibwerkstatt und viele Gespräche in einer sehr intensiven Weise.

In der turbulenten Geschichte gibt es eine Truppe von Schauspielern, die sich unter der Regie einer sehr eigenwilligen Regisseurin an Shakespeares Sommernachtstraum versucht. Zugleich lernt man eine lustige Gruppe von ebenfalls sehr individuellen blinden Persönlichkeiten in der „Königin der Nacht“ kennen, einer angesagten Szene-Bar im Dunkeln. Wie es der Zufall will, gehören sie einer erfolgreichen Laientheatergruppe an. Doch nicht nur das. Franziska, die in der Bar arbeitet, lernt Oliver, einen der sehenden Schauspieler kennen. Darüber verwickeln und vermischen sich die Sehnsüchte und Träume Aller in berührenden wie frechen und komischen Begegnungen. Eine nicht unwesentliche Rolle spielt dabei Puck, der kecke Kobold der Nacht.

Shakespeares Sommernachtstraum lebt von seinen Verirrungen und der Suche nach den großen Antworten des wer mit wem, wann und wieso. Die Kultur Bühne Bugenhagen hat sich von dem Stoff inspirieren lassen und unter der Regie des Theaterpädagogen Jörn Waßmund ihre ganz eigenen Antworten gefunden: mit viel Spielwitz, Phantasie, Musik und vielen Überraschungen.

Premiere am 18.9. um 20 Uhr in der Kultur Bühne Bugenhagen, Biedermannplatz 19. Weitere Aufführungen sind am 19., 26. und 27.9., sowie am 4.10. jeweils um 20 Uhr. Kartenvorbestellungen unter Tel.: 040-63947041 oder unter info@kbb-hamburg.de.

Dienstag, 20. Mai 2008

Lernen auf der Bühne

Endlich geht es los: am Donnerstag war ich auf der ersten Theater-Probe meines Lebens. Ich nehme an einem Theater-Projekt der Kulturbühne Bugenhagen teil, bei dem blinde Laiendarsteller und sehende Profischauspieler ein gemeinsames Stück entwickeln und auf die Bühne bringen. Es geht los mit theaterpädagogischen Grundübungen: bewusstes Atmen, Körperwahrnehmung, Raum-Orientierung, kleine Szenen. Es ist spannend, gemeinsam Neuland zu betreten. Jörn - unser Probenleiter und Regisseur - gibt ruhige Übungsanweisungen. Er kennt die Welt des Theaters. Und doch lernt er bei der ersten Probe mindestens genau so viel wie die zehn Hobby-Schauspieler. Es reicht in der Arbeit mit blinden Menschen eben nicht, eine Bewegung nur vorzumachen, man muss sie so exakt wie möglich beschreiben, die geeigneten Worte finden. Richtungsangaben müssen genau sein. Gleichzeitig wirkt Jörn häufig überrascht, was wir alles mit den Ohren wahrnehmen können: den Standort von bestimmten Stühlen im Raum, den Abstand zu anderen Teilnehmern beim Umhergehen, Nuancen in der Stimme. Wenn das hier so weiter geht, können wir alle viel lernen.

Kulturbühne Bugenhagen: http://www.kbb-hamburg.de

Donnerstag, 21. Februar 2008

Schau- und Blindspiel

Immer schön open-minded bleiben, flexibel sein, neues ausprobieren! Das klingt heutzutage fast schon wieder stereotyp, abgedroschen und verallgemeinernd. Und doch sind Offenheit und Neugier Grundvoraussetzungen für erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit - und für ein spannendes Leben. Aber muss ich deswegen gleich zum Theater gehen?

Die Kulturbühne Bugenhagen möchte ein Stück mit sehenden Ensemble- und blinden Laien-Schauspielern auf die Bühne bringen. In dem Stück soll das Thema Blind versus Sehend verarbeitet werden. Wie kann das gelingen? Wie können die unterschiedlichen Sinneswelten für das Publikum erfahrbar gemacht werden? Wie kann ich mich als blinder Schauspieler auf der Bühne bewegen?

Auf all diese Fragen bekam ich gestern Abend keine Antwort. Bei einem ersten Info-Treffen in dem einstigen Gemeindesaal der Bugenhagen-Kirche, der heute als Theater-Saal dient, tauschten sich blinde Interessenten mit Regisseur und Bühnen-Betreiber aus. Erste Ideen wurden gedacht und formuliert, mehr neue Fragen gestellt als alte beantwortet. Und gerade das hat mich noch neugieriger gemacht. Wir blinden Teilnehmer können von dieser Chance nur profitieren: schauspiel-pädagogisches Training, die Auseinandersetzung mit Mimik und Gestik, die geballte Reflexion über das Verhältnis von blinden zu sehenden Menschen im Brennglas einer Theater-Bühne. Was kann es spannenderes geben? Ich freu mich drauf! Und wenn das Stück noch eine gute Geschichte erzählt, hat das Publikum auch gewonnen, nämlich einen unterhaltsamen Theater-Abend.

Homepage der Kultur-Bühne Bugenhagen: http://www.kbb-hamburg.de

Ankündigung des Theater-Projekts auf der BSVH-Homepage: http://www.bsvh.org/news/39/37/